Dienstag, 2. August 2011

was auch endlich mal gesagt werden muß

Wir,

Martinus ad gratias dei Mundorf • chef imp rex imperio mundorfi univ • dux auerbergensis • praesidentus iusosque ahrweilerensis ex officio • tribunitias potestas iusorum II • senior castrum auerbergensis stundetii • tribunitias studentii aubergense I • amicus proletarii • defendor iust soci • filius urbs ricomagus et vicus globistrus • rhenanius catholicus • mohicanus ultimus • aspirantus magister •

müssen dringend wieder bloggen.

Liebe Leute!

Dieser heutige Eintrag ist erst einmal den bloggenden Frauen gewidmet, deren Blogs ich mehr oder weniger regelmäßig lese.
Da ich ja nachweislich von nicht allzuvielen Dingen Ahnung hab, war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit meinen geistigen Horizont zu erweitern.
Warum nicht "Mode"? Ich guck eh Frauen hinterher, und wenn ich das schon mal tue, kann ichs ja auch gleich aus wissenschaftlichen-akademischen Gründen tun...
... Es ist faszinierend, die Einträge blondundschlau.de zu lesen - offenbar besteht neben unserem Universum noch eines, in dem sich alles um fashion und lifestyle dreht. Das ausgerechnet ich damit herzlich wenig zu tun hab, kann ja jeder bewundern, der mich in allen drei Dimensionen gleichzeitig optisch wahrnimmt (sieht).
Ohne die tweets von @NowiiiBrigther wüßte ich heut noch nicht, das es besondere Pumps mit roten Sohlen gibt, die besonders teuer sind...
Was anderes isset, wenn man der @tweetAngi folgt: Man könnte meinen, sie hat apple erfunden. Oder zumindest, sie wohnt bei Steve Jobs (und pendelt dann immer mit den Bussen der SWB zu Domian).
Ihre tweets würde ich auch als Faszinosum betrachtet, insbesondere die Tatsache, das sie es geschafft hat, so ne Art "Domian-Tweet-Event" aus dem Boden zu stampfen, der mitlerweile schon halboffiziell ist... Alle Achtung...
Ellebil´s tweets sprechen für sich - man sieht Bonn mit anderen Augen. Und wahrscheinlich hört man es auch mit anderen Ohren; aber da ich ziemlich radiofaul geworden bin, will ich mich dazu nicht auslassen. Jedenfalls hat die @ellebil im Gegensatz zu mir auch den Mut, sogar ihr Gesicht in die Kamera zu halten, um uns weltbewegende Mitteilungen zu machen.

Nach dieser Lobhudelei nun noch etwas anderes: Radfahren.

ich bin seit bald 5 Jahren nicht mehr mit dem Rad gefahren, aber einer Eingebung zufolge bin ich Ostern wieder auf den Sattel gestiegen - und als erste Amtshandlung hab ich vollkommen ohne Training die 35 Kilometer von Bad Breisig bis Bonn Auerberg absolviert.
Und so sitze ich nun wie ehedem zu Schulzeit auf dem Bock, und gurke (manchmal reiten - kommt immer auf die jeweilige Verfassung an) durch das Rheinland.
Ich wäre ja nicht ich, wenn ich mir eine Möglichkeit, überflüssigen Nonsens zu fabrizieren, mir entgehen lassen täte: Also hab ich mein Fahrrad getauft. Aber der Reihe nach.
In unserem Studentenwohnheim werden jedes Semester die Fahrräder gezählt, und wenn es keine Registriernummer hat, wirds aussortiert und verkauft. Dazu gibts so kleine vorgedruckte Zettelchen, die man dann einen Tag später wieder wegmachen kann.
So weit, so gut.
Gut? Nein! Ich ging also hin, hiefte mein Fahrrad in den Aufzug unseres Wohnheims (!) und verbrachte es in meine Gemächer, um dort in aller Ruhe ungestört "amtliche Kennungen" anzubringen. "WOPS-525-SS11" steht nun beidseitig am Rahmenoberrohr wetterfest mit Klebeband versiegelt. Damit wärs ja eigentlich getan gewesen, aber den überflüssigen Irrsinn kann man auch noch weiter trieben. Kurzerhand definierte ich mein Fahrrad als Schiff, und wie bei jedem Schiff kommt ans Heck (in diesem Falle das Schutzblech) die Angabe des Heimathafens (Auerberg) und die Nationbalflagge. Dafür mußte mal wieder mein Familienwappen herhalten - wozu hat man das Ding, wenn nicht dafür?
Vorne fehlte eine Galionsfigur - nach reiflichem Überlegen von ganzen 3 Sekunden stand fest, das mein Fahrrad "Wappen von Waldorf" heißen soll, und dementsprechend wurde das Wappen meines kleinen Heimatdorfes schön mittig unter den Lenker plaziert.
Und da Schiffe grundsätzlich weiblichen Geschlechts sind, taucht nun überall anstelle von "mein Fahrrad" "die Wappen von Waldorf" auf. Warum? WEIL ICH ES KANN !

Ich könnte könnte hiermit schließen, aber eines muß ich noch loswerden: die drei Wochen Tour de France und meine tweets - es tut mir Leid, das ihr das solange ertragen mußtet, aber es ist ja nur einmal im Jahr.
Ich weiß nicht definitiv ob es einen Gott gibt, oder die SPD, oder die Uni Bonn, aber eines gibt es in jedem Jahr immer wieder auf jeden Fall: Die Tour. Ich bin nun mal damit groß geworden, und schaue das schon seit 21 Jahren - also noch lange bevor irgendjemand wußte, wer Jan Ullrich und was Doping überhaupt ist. Und so wurde irgendwie die Betrachtung eines Radrennens (für andere vielleicht sedierend) für eine Art "Ersatzreligion" - mit ein Grund, warum ich meine Jugend nicht mit Kurt Cobain, sondern auf meinem Fahrradsattel verbracht habe. Easyrider auf Schwalbe-28er-Alufelge...
Erleichtert bin ich, das ich nicht er einzige bin, der quasi auf twitter so eine Etappe mitfährt: die @mohameds_girl aus Luxemburg twittert auf deutsch, luxemburgisch und französisch - aber natürlich nicht nur über Radsport. :-)

Ich könnte noch viel schreiben, will es aber heute dabei belassen.
Morgen ist auch noch ein Tag.

Martin Mundorf

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